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Autor: admin

Warum auch Du unbedingt mal ein Hörbuch hören solltest

Warum auch Du unbedingt mal ein Hörbuch hören solltest

Want to start listening to audiobooks? Here are a few secrets to making it a great experience!
Ich muss zugeben: ich bin großer Hörbuch-Fan.

Ich finde einfach, dass Hörbücher die beste Alternative darstellen, Bücher auf der Wunschliste auch dann abzuarbeiten, wenn man nicht genug Zeit hat, es sich im Bett oder auf dem Sofa bequem zu machen.

Wenn ihr noch nie zuvor ein Hörbuch gehört habt, dann stellt euch auf ein paar Unterschiede zu herkömmlichen gedruckten Büchern ein. Seid ihr neugierig geworden und wollt es mal ausprobieren? Hier habe ich ein paar Tipps, mit denen ihr bestimmt schon bald nicht mehr auf Hörbücher verzichten werden wollt.

  1. Beginne mit etwas Einfachem. Wie bereits angekündigt, Hörbüchern zu folgen ist Gewöhnungssache. Als ich damit begonnen habe, habe ich mich zuerst an leichtere Lektüren gewagt und mir außerdem Titel angehört, von denen ich das Buch vor Jahren schon mal gelesen hatte und unbedingt mal wieder lesen wollte. Mutet euch nicht direkt am Anfang eine zu schwere Lektüre, wie etwa „Die Brüder Karamasow“ (37 Stunden Hörzeit!) zu. Es wäre nämlich ansonsten möglich, dass ihr nur eine halbe Stunde durchhaltet und danach nie wieder ein Hörbuch anrührt.
  2. Steigere die Länge langsam. Ganz wichtig! Ich höre gerade „Die Nachtigall“, bis jetzt ein wirklich gutes Buch, aber wenn ich bedenke, dass ich noch 16 Stunden vor mir habe, ist das ein wenig einschüchternd. Als ich letztens durch unterschiedliche Hörbücher stöberte, fand ich „Hummeldumm“ von Tommy Jaud, ein urkomisches Buch, bei dem es auch nichts ausmacht, wenn man die ein oder andere Sache verpasst. Ich habe es in zwei Tagen durchgehört und war ein gutes Gefühl, ein weiteres Buch abgschlossen zu haben, und es motiviert zu längeren und anspruchsvolleren Werken.
  3. Der Erzähler macht den Unterschied. Ess gibt so viele großartige Erzähler und Leser, wie David Nathan, Rufus Beck oder Nana Spier, die ein gutes Buch sogar noch besser machen können. Wenn ihr einen Sprecher allerdings nicht so gerne hört, könnte es passieren, dass ihr ein Buch, das ihr unbedingt lesen wolltet, nicht zuende hören wollt.
  4. Erhöhe die Geschwindigkeit. Ich denke, ein Grund dafür, dass man so manchmal seine Schwierigkeiten mit Hörbüchern hat, ist dass sie häufig ziemlich langsam eingelesen wurden. Ich höre mir manche Hörbücher mit anderthalb- oder zweifacher Geschwindigkeit an, ja nach Erzähler. Ich finde, dass dieses Sprechtempo mehr einer Unterhaltung ähnelt und weniger einschläfernd wirkt. Dazu braucht ihr natürlich einen Player, der euch diese Möglichkeit gibt.
  5. Im Auto mit den Kindern. Ich selbst habe zwar keine Kinder, aber kann mich noch sehr gut daran erinnern, wie meine Geschwister und ich früher auf langen Autofahrten immer unsere Hörspiele hören durften. Wenn wir unser Lieblingshörspiel dann zum fünften Mal hören wollten, verdrehten meine Eltern immer ihre Augen. Trotzdem gibt es einige Szenen und Wortwechsel aus Hörspielen, die wir heute auf Familientreffen noch wiederholen und uns köstlich amüsieren.
„Phantatische Tierwesen und wo sie zu finden sind“ – Rezension

„Phantatische Tierwesen und wo sie zu finden sind“ – Rezension

Ich habe schon unzählige Filme gesehen, in denen New York zerstört worden ist. Das liegt wahrscheinlich daran, dass die Filmmacher dieser Stadt einfach einen so ikonischen Status zusprechen, dass diese auf der Leinwand immer wieder zum Schlachtfeld wird. Aber wenn du denkst, du hast schon alle möglichen Szenarien zwischen einstürzenden Wolkenkratzern gesehen, galoppiert eine riesige Kreatur, die aussieht wie ein mutiertes Nashorn, durch den Central Park und sucht nach Zuneigung. Das Tolle an dieser Abspaltung von den eigentlichen Harry Potter-Schauplätzen ist, dass wir durch unsere Hogwarts-Brille auch etwas Magisches an den dreckigsten Ecken Manhattan entdecken dürfen. Es ist kein Zufall, dass zwei der Antagonisten darum bemüht sind, die Stadt zu säubern.

Das bunte Treiben des New Yorks der 1920er Jahre ist auf hinreißende Weise vom sachverständigen Duo Stuart Craig (dem regulären Harry Potter-Designer) und James Hambridge (dem Spezialisten für urbane Dystopien, siehe Hell Boy, Batman etc.) kreiert und auch der viermalige Harry Potter-Regisseur David Yates wechselt mühelos vom Hogwarts-Szenario zum neuen Schauplatz, was sicherlich teilweise an J.K. Rowlings Drehbuch-Beitrag liegt.

Die Magier-Welt in New York wird von einer unbekannten Macht bedroht, die damit droht, die Zauberergemeinschaft an fanatische Muggels zu verraten. Der hochbegabte, exzentrische Zauberer Newt Scamander (Eddie Redmayne) ahnt nichts Böses, als er während seiner weltweiten Forschungsreise, bei der er auf der Suche nach exotischen Fabelwesen ist, in die USA kommt. Einige dieser Tierwesen trägt er sogar mit sich in seinem Koffer herum. Durch einen Fehler von Jacob Kowalski (Dan Fogler) werden einige dieser Kreature freigelassen, was zu einer ernsten Bedrohung für die Stadt wird. Newt und Jacob versuchen, die Geschöpfe wieder einzufangen und treffen dabei auf Tina Goldstein (Katherine Waterstone), die ihnen bei der Suche hilft. Allerdings werden ihre Anstreungen von Percival Graves erschwert, dem Direktor für magische Sicherheit, der es scheinbar auf Newt und Tina abgesehen hat.

 

 

„Harry Potter und das verwunschene Kind“ – Lesen oder nicht?

„Harry Potter und das verwunschene Kind“ – Lesen oder nicht?

Bis jetzt waren die Rezensionen von „Harry Potter und das verwunschene Kind“ sehr gemischt. Dieses Buch präsentiert uns das Skript des gleichnamigen Theaterstück, für das die Tickets für bis zu 350£ gehandelt werden. Einige Fans sind überhaupt nicht von diesem neuen Format begeistert und finden es irritierend, auch die Regieanweisungen zu lesen. Andere wiederum konnten das Buch garnicht mehr aus der Hand legen, da sie bereits auf die 3 neuen E-Books von Joanne K. Rowling warteten. Das Skript-Format fand ich definitiv sehr einfach zu lesen. Trotzdem bedeutet es auch, dass die neue Geschichte von Harry Potter nicht sonderlich lang dauert.

Die Autorin, J.K. Rowling, lässt den Leser viele altbekannte Charaktere wieder treffen und verknüpft die Handlung mit jener aus den vergangenen Abenteuern des jungen Zauberers. Beim Lesen habe ich mich gefragt, wie die Charaktere auf der Theaterbühne wohl aussehen. Trägt Harry etwa noch seine runde Brille und vielleicht mittlerweile einen Bart? Trägt Hermine ihr wallendes, gelocktes Haar mittlerweile zu einem Zopf gebunden, da sie ja einen ziemlichen seriösen Beruf ausführt? Gelt sich Draco Malfoy seine goldenen Haare immer noch streng nach hinten oder trägt er mittlerweile eine Langhaarfrisur a là Vater Lucius? Um all dies herauszufinden, müssten wir wohl tief in die Tasche greifen und uns das Theaterstück ansehen, im Gegensatz dazu ist das Buch ein echtes Schnäppchen.

Obgleich sich das Buch so liest, als hätte es J.K. Rowling gemeinsam mit einem Fan geschrieben, der versucht hat, mit seiner intensiven Recherchearbeit zu beeindrucken, nämlich Co-Autor Jack Thorpe, ist es wirklich spannend und in zwei Tagen locker zuendezulesen. Es ist weder ein reines Erwachsenen-, noch ein reines Kinderbuch. Es richtet sich eher an all die Fans, die Harry Potter seit dem ersten Buch im Jahr 1997 verfolgt haben. Wenn ihr Angst habt, Harry Potter sei nur Etwas für Kinder, macht euch keine Sorgen. Ihr braucht euch nicht dafür schämen, in der Bahn seine neuen Abenteuer zu lesen.

Die Potter-Fans sollten sich also echt freuen, dass es nach einer so langen Zeit endlich mal wieder Etwas über ihr Idol zu lesen gibt. Zugegeben, ein paar Zauberformeln, wie etwas „Bachiabindo“ hören sich ein wenig wie eine Parole an, die man zum Abschluss eines Kartenspiels rufen muss, trotzdem gibt es interessante Entwicklungen im Leben des erwachsenen Harry.
Tipps für mehr Lesezeit

Tipps für mehr Lesezeit

In der Hektik, die es heutzutage einfach überall zu geben scheint, ist es nicht gerade einfach, sich ein bisschen Zeit für ein gutes Buch zu nehmen. Arbeit, Sport, Freunde und Studium lasten uns ohnehin schon genügend aus. Wenn wir dann doch mal zuhause sind, tendieren wir häufig dazu, mal einen Blick in unsere sozialen Netzwerke zu werfen, im Internet zu surfen oder einen Film zu schauen. Diese zusätzliche Zeit vor dem Bildschirm ermüdet unsere Augen und ist auch für unseren Geist nicht wirklich entspannend. Ich nahm mir häufig vor, mir mehr Lesezeit zu gönnen und diese auch fest in meiner Woche einzuplanen, aber es kam irgendwie immer etwas dazwischen.

Es war mir wichtig, das Lesen wieder zu einer Priorität für mich zu machen und habe mir also ein paar Strategien dafür ausgedacht. Mit den folgenden Tricks klappt es vielleicht auch bei euch.

Der perfekte Ort – Besonders gut liest es sich an Orten, an denen wir uns auch wohlfühlen. Ich habe schon von mehreren Freunden gehört, dass sie ihren Lesestammplatz haben und auch nur dort gerne lesen. In meinem Fall ist das ein bisschen anders. Ich habe zuhause häufig das Gefühl, abgelenkt zu sein. Auch wenn ich es mir mit meinem Buch auf meiner Couch bequem gemacht habe, fallen mir immer wieder Dinge ein, die ich noch in der Wohnung machen wollte, wie den Wocheneinkauf, die Glühbirne im Bad wechseln oder endlich mal den Kühlschrank saubermachen. Ich habe mir also alternative Orte überlegt und gehe nun häufig in ein kleines Café um die Ecke, in dem es nicht hektisch zugeht und in dem ich gerne einen Sessel an einem Ecktisch besetze. Gehe ich zum Lesen ins Café, lasse ich mein Smartphone absichtlich zuhause und bin absolut ungestört. Im Sommer nutze ich gerne das gute Wetter und lese im Freien. Probiert’s doch auch mal – es gibt unendlich viele schöne und ruhige Orte. Das Wichtigste ist, dass ihr abschalten könnt. Daher: lasst das Smartphone am besten zuhause!

Rituale – Denkt euch irgendwelche Rituale aus, die das Lesen für euch noch angenehmer machen. Gönnt euch beispielsweise immer eine große Tasse Kaffee oder Tee und ein paar Snacks zu eurer Lesezeit. Ein befreundetes Paar hat mir neulich erzählt, dass sie eine gemeinsame Lesestunde eingeführt haben. Die beiden verbringen also Zeit gemeinsam auf dem Sofa und machen es sich mit Tee und Keksen gemütlich. Jeder liest sein eigenes Buch und es wird kaum miteinander gesprochen – nur ab und zu kommentieren sie gerade besondere Stellen in den Büchern, die sie gerade lesen. Man spürt die Gesellschaft des Anderen und kann sich dabei trotzdem gut konzentrieren. Dieses Ritual gefällt mir sehr gut – leider bin ich zur Zeit Single 😉

Hörbuch – Ideal für lange Auto- oder Zugfahrten. Wenn ihr mal lange unterwegs seid, probiert es doch mal mit einem Hörbuch. Heutzutage gibt es eine Riesenauswahl an Titeln und Genres – bestimmt auch was für euch! Schaut am besten mal im Internet, zum Beispiel bei Thalia. Hier bekommt man mit Thalia Gutscheinen sogar tolle Rabatte! Hat mal keine Zeit selbst zu lesen, kann ein Hörbuch eine tolle Alternative darstellen, da man hier auch in eine Geschichte eintauchen kann. Fast wie früher als die Oma noch vorgelesen hat.

 

 

„Charlotte“ – von David Foenkinos

„Charlotte“ – von David Foenkinos

Ich hatte ja keine Ahnung, dass dieses Buch, das ich schon lange im Bücherschrank stehen hatte, so toll ist. Ansonsten hätte ich wohl schon viel eher dazu gegriffen – ein unglaublich toller Roman!

Bei diesem Buch handelt es sich keineswegs um eine erfundene Geschichte, sondern um die Biografie der Künstlerin Charlotte Salomon, die von 1913 bis 1943 lebte. Von ihrem Todesjahr lässt sich bereits ableiten, dass sie ihr Leben im Grauen des zweiten Weltkrieges verlor, nämlich im KZ Auschwitz-Birkenau. Ihr Schicksal lässt sicherlich erahnen, dass es sich bei diesem Buch nicht gerade um ein fröhliches Werk handelt

Der frühe Selbstmord von Charlottes Tante, nämlich der Schwester ihrer Mutter, welche daraufhin schwer mit diesem Unglück zu kämpfen hat, ist ein erstes einschneidendes Erlebnis schon vor Charlottes Geburt. Charlotte wird von ihrer Mutter nach ihrer verstorbenen Tante benannt und lernt ihren Namen auf dem Grabstein ihrer Tante lesen.

Charlotte ist eine Leseratte – sie liest Goethe, Hesse und Nietzsche – und entdeckt eines Tages ihr eigentliches Talent: die Malerei. Zu dieser Zeit regieren in Deutschland bereits die Nationalsozialisten, was für die jüdische Charlotte bedeutet, dass sie ihr großes Talent nicht gebührend nutzen und zeigen kann. Ich selbst bin kein großer Kunstexperte und hatte den Namen von Charlotte Salomon vorher nie gehört. Doch muss ich sagen, dass es überhaupt nicht notwendig ist, ihre Werke zu kennen, um den Roman genießen zu können. Nach ein paar Kapiteln wurde ich allerdings neugierig und suchte im Internet einige ihrer Werke. Ich finde sie drücken Charlottes Charakter auf eine sehr starke Weise aus.

Ich kannte bereits Foenkinos Roman „Das erotische Potential meiner Frau“. In diesem Buch geht es um einen Mann, dessen größte erotische Fantasie darin besteht, seiner Frau beim Fensterputzen zuzusehen. Ein leichter, erfrischender Roman mit einer irgendwie besonderen Note. Dies war allerdings das einzige Buch, dass ich von Foenkinos kannte. Die darauffolgenden Bücher habe ich nicht gelesen, von den Titeln her zu urteilen, hätte ich sie allerdings auch dem Buch zugeordnet, das ich bereits kannte.

Mit seinem Buch „Charlotte“ hat Foenkinos mich wirklich überrascht, da es sich doch um ein so schwieriges Thema handelt, das der Autor trotzdem auf eine besondere, leichte Weise herüberbringt. Das Layout des Buches ähnelt dem eines Gedichts, da mit jedem Satz eine neue Zeile beginnt. Der Autor begründet dies damit, dass er nach jedem Satz erst einmal habe Luft holen müssen, was er dem Leser auch gerne mitgeben wollte. Die Wirkung des Romans beim Leser wird dadurch nur noch stärker und eindringlicher.

Ich muss wirklich sagen, dass mich dieser Roman tief berührt und beeindruckt hat und ich finde es großartig, dass einer so faszinierenden Person wie Charlotte, die unter den meisten Menschen weitgehend unbekannt ist, mehr Ansehen geschenkt wird. Ich kann das Buch nur weiterempfehlen!